Olli und die Dusche
(NS, 26.03.2006)

Unsere Clique wollte mal wieder zusammen in den Urlaub fahren. Also suchten wir uns eine kleine Pension. Wir? Das waren 3 Paare, Olli und ich. Die 3 Paare hatten jeweils ein Doppelzimmer, Olli und ich jeweils ein Einzelzimmer, aber auch mit Doppelbett.

Am vorletzten Abend haben sich die 3 Pärchen einen Tisch in unserem „Urlaubs-“ Stammrestaurant bestellt, dort fand nämlich ein „Candlelight-Event für Verliebte“ statt. Olli und ich waren dann da etwas fehl am Platz. Olli wollte heute Abend eine Kneipen-Tour machen, während ich einen Fernseh-Abend vor mir hatte.
Aber erstmal wollte ich duschen! Kaum stehe ich in meinem kleinen Bad unter der Dusche, klopft es an der Tür. Also brülle ich ein „Komm rein!“, weil ich denke, dass sich meine Freundin Biggi von mir verabschieden will. Es geht die Tür auf und… Olli steht im Zimmer! Mit ihm hätte ich doch nie gerechnet!!! Doch jetzt ist es zu spät! Ich stehe splitterfasernackt unter der Dusche und Olli keine zwei Meter von mir entfernt auf der anderen Seite der Duschkabine. Nur die Glastür trennt uns. Wir schauen uns etwas geschockt an. Schließlich frage ich ihn zuerst: „Olli? Was machst du hier?“ – „Eigentlich wollte ich dich fragen, ob du Lust hättest, mit auf Kneipen-Tour zu kommen.“ antwortet er etwas verlegen. „Aber ich kann ja später wiederkommen, wenn du fertig mit duschen bist…“ sprachs und wollte schon aus der Tür. „Stopp!“ rufe ich beherzt. Sollten meine ganzen Flirtversuche mit Olli in diesem Urlaub umsonst gewesen sein? Nein! „Was ist denn?“ – „Könntest du mir einen kleinen Gefallen tun und mir den Rücken einseifen?“ Wenn sich schon einmal ein Mann zu mir ins Bad verirrt, muss frau das ja auch ausnutzen *g* . „Ja, klar…“ Also drücke ich auf die Stopp-Taste der Dusche, öffne die Kabinentür und drücke Olli das Duschgel in die Hand. Nachdem ich mich wieder umgedreht hatte, begann er auch gleich mit seiner Arbeit. „Oh mein Gott!“ denke ich „Wie lange ist es her, dass mir ein Mann den Rücken eingeseift hat? Zu lange… viel zu lange!“ Während ich es genoss, schrie Olli plötzlich auf! Ich drehe mich um und musste lachen! Olli war pitschnass. Die Stopp-Taste am Duschkopf musste sich unbemerkt deaktiviert haben und weil die Tür ja noch immer offen stand, hat Olli eine Ladung Wasser abbekommen. Jetzt stand ein begossener Olli-Pudel mitten in meinem Bad! Wir beide lachten. War es ein Wink des Schicksals? „Olli…“ ich konnte vor Lachen kaum sprechen „raus aus den Klamotten! Sonst holst du dir noch den Tod…“ Nachdem ich mir noch fix die Haare gewaschen hatte, öffnete ich die Tür und trat aus der Dusche. Olli hatte schon mein Badetuch in der Hand und wickelte mich darin ein. Ich drehte mich zu ihm um und sah ein Glitzern in seinen Augen. Ich wollte ihn gerade etwas fragen, aber er war schneller: Er nahm mich in seine Arme und versiegelte meinen Mund mit einem Kuss. Leidenschaftlich. Intensiv. Fordernd. Als ich meinen Olli auch umarmte, fiel das Handtuch zu Boden. Jetzt standen wir beide nackt und knutschend mitten in meinem Bad. In einer kleinen Pause flüsterte mir Olli ins Ohr, dass er noch etwas „vergessen“ hätte… Aber was, wurde nicht verraten. Stattdessen standen wir gemeinsam unter der Dusche. Leise fragte ich ihn, was er denn vergessen hätte. „Na den Rest! Oder denkst du, ich gebe mich damit zufrieden, dir nur den Rücken zu waschen?“ Wir wuschen uns nicht nur gegenseitig, wie erkundeten jeden Zentimeter des anderen. Mit den Händen. Dem Mund. Und der Zunge.
Nachdem das Duschwasser leider eiskalt wurde, haben wir die Dusche verlassen. Nachdem wir uns gegenseitig abgetrocknet… oder soll ich lieber abgeschleckt sagen… haben, haben wir dann das Bad verlassen und sind knutschend in mein Bett gewandert. Dort haben wir da weitergemacht, wo wir noch nicht aufgehört haben…